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Keszthely-Fenékpuszta

Eine spätrömische Befestigung

Archäologischer Park

Keszthely-Fenékpuszta als archäologischer Park?

Keszthely-Fenékpuszta kommt auch aus denkmalpflegerischer Perspektive grundlegende Bedeutung zu: Das 15 Hektar große Gelände ist, ebenso wie die unmittelbare Umgebung, bis heute weitgehend unbebaut und bietet damit eine ausgezeichnete Möglichkeit, die archäologisch erschlossenen Bebauungsstrukturen ähnlich wie bei den Beispielen Xanten, Saalburg und Carnuntum zu präsentieren. Die Raumstruktur des Festungsareals ist heute durch die diagonal durchführende Straße stark gestört. Zugleich bildet die Festung einen denkmalpflegerischen Kontext mit den Anlagen des Schlosskomplexes der Grafen Festetics aus dem 17. Jahrhundert. Die planerische und strukturelle Herausforderung liegt darin, die Präsentation der archäologischen Bodendenkmäler aus der Römerzeit und der Festetics-Baudenkmäler in einer harmonischen Einheit zusammenzuführen.
Die Pläne bezüglich des Festetics-Erbes zielen vor allem auf eine touristische Nutzung und werden ergänzt durch Pläne zur Rekonstruktion der ehemaligen spätrömischen Festung. Eine Ausschreibung aus dem Jahre 1985 durch die Stadt Keszthely brachte neue Entwürfe, die vor allem auf die Nutzung der Seeufer als Strandgebiete abzielten. Keszthely-Fenékpuszta besitzt das Potential, in Zukunft mehrere Aspekte stimmig miteinander zu verbinden: neben einem wirtschaftlichen Nutzungskonzept können gleichwertig didaktisch-museologische, denkmalpflegerische und wissenschaftliche Pläne und Absichten umgesetzt werden. Zurzeit werden als Ergebnis eines deutsch-ungarischen Forschungsprojektes neue Pläne für eine Rekonstruktion erarbeitet.